Oh man. in der letzten Woche ist viel passiert. Ich habe viel gelitten. Mir ging es gar nicht gut. Warum? Ich war krank. Ich hatte Hals. Also wenn es ums krank sein geht, habe ich manchmal das Gefühl, dass ich der Mann in unserer Beziehung bin. Ich leide nämlich sehr. 🙂 Aber Spaß bei Seite. Ich habe mir wirklich die Seele aus dem Hals gehustet und geschwitzt und geschlafen und das eine Woche lang. Es war nicht schön. Husten tu ich immernoch. Der Arzt sagt, dass muss so. Ich werde es überleben. Sehr beruhigend…

Aber die Nebenwirkungen des krank seins waren nicht nur schwitzen, husten und schlafen, sondern auch eine absolute Strickunlust. Kann sich das einer vorstellen? Ich hab die Stricknadeln gesehen und mich innerlich geschüttelt. Dann wieder auf die Seite gelegt und weitergeschlafen. Jedes mal hab ich gedacht, mensch Anne, Du musst mit Deinem Projekt weiterkommen. Aber dann hab ich mich wieder umgedreht, drauf gehustet und geschlafen. Also kann ich leider keine neuen Sachen zeigen. Außer die Wolle, an die ich mich wohl demnächst machen werde. Wieder Itogarn. Ich habe damit schon mal einen shrug gestrickt. Ich finde das Garn so toll, dass ich es mir jetzt in anderen Farben geholt habe. Mal gucken, was daraus wird.

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Ansonsten war ich Freitag soweit wieder hergestellt, dass ich doch mit nach Dänemark gefahren bin. Dort war das Euromeeting vom Round Table 126. Und was soll ich sagen? Es war der Knaller. Lustig wie immer. Die Leute waren absolut großartig. Man hat soviel von einander erfahren. Es war wieder so, als kenne man sich schon seit Jahren. Nächstes Jahr geht es vielleicht nach Indien. Da hält sich meine Begeisterung in Grenzen, weil ich da bestimmt nix essen kann aufgrund meiner diversen Allergien. Aber vielleicht wird es ja auch Stockholm. Dann bin ich wieder sowas von dabei. 🙂 Das Strickzeug muss dann leider auch wieder zu Hause bleiben. Aufgrund des vielen Quatschens kommt man zu nix anderem.

Eigentlich wollte ich die Gunst der Stunde nutzen und in Dänemarke einen Wollladen suchen. Man muss sich ja weiterbilden und wenn man schon mal da ist, dachte ich mir, ich kaufe dort das heimische Lager auf. Aber erstens waren wir mit ner überwiegend männlichen Fahrgemeinschaft unterwegs – die hätten mich verhauen, wenn ich gesagt hätte: Jungs, wir müssen mal schnell in einen Wollladen, zum anderen waren wir auch so mit feiern, reden, Kanu fahren beschäftigt, das wir gar keine Zeit für sowas hatten. Aber da die Dänen, insbesondere unsere Gastfamilie, so zum Piepen war, müssen wir da glatt nochmal hin und dann mit dem eigenen Auto und einem extra Wollkoffer 🙂